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Steuerklärung – WAS ist es? WER muss abgeben? WIE erstelle ich sie?

Steuererklärung erstellen

Steuererklärung, Einkommenssteuererklärung, Lohnsteuererklärung oder auch Lohnsteuerjahresausgleich. Es gibt viele viele Begriffe um die jährlich anfallende und lästige Tätigkeit, die Erstellung der Steuererklärung, zu betiteln.

Aber was hat es nun auf sich mit der Einkommenssteuererklärung? (So wird sie genau genommen nach §46 EStG betitelt) Umgangssprachlich wird die Einkommensteuererklärung aber auch gerne mit oben genannten Begriffen bezeichnet.

Was steckt eigentlich hinter der jährlichen Steuererklärung?

Jeder Steuerpflichtige erklärt mittels einer Einkommenssteuererklärung, seine Einkommensverhältnisse gegenüber dem Finanzamt. Auf Grundlage dessen, wird erst das zu versteuernde Einkommen ermitteln, sowie anschließend die zu zahlende Einkommensteuer. In den meisten Fällen haben wir (bzw unser Arbeitgeber) die voraussichtlich fällige Lohnsteuer bereits (monatlich – siehe auch unsere Lohn + Gehaltsabrechnungen) abgeführt. Unser Einkommen aus nicht selbstständiger Arbeit wurde demnach ordnungsgemäß versteuert.

Die Meisten Steuerpflichtigen haben aber Werbungskosten die über die Pauschale von EUR 1000 (diese stehen jedem Steuerpflichtigem pauschal zu) hinausgehen. Diese können sich aus nachfolgenden Sachverhalten ergeben haben:

– Fahrten zur Arbeit (Arbeitstage x einfache Entfernung x 0,30 EUR/km)
– Mitgliedsbeiträge zu Berufsverbänden
– Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten bei auswärtigen Tätigkeiten die nicht bereits durch den Arbeitgeber vergütet worden.
– Kosten für Arbeitsmittel & Arbeitszimmer
– Telefonanschlusskosten
– Bewerbungskosten
– beruflich bedingte Weiterbildungs und Fortbildungskosten (inkl. Schulungsgebühr, Lehrmaterial, Fahrten zu Lerngruppen etc.)
– Geleistete Renten (z.B. auch Riester-Renter)
– Kinderbetreuungskosten

Diese Aufzählung ist natürlich nicht vollständig bzw abschließend und dient lediglich der Veranschaulichung.

All diese Ausgaben „mindern“ unser Einkommen und somit das zu versteuernde Einkommen am Ende der Steuererklärung. Da wir bereits in Vorleistung getreten sind, in dem unser Arbeitgeber die Steuer auf Auf unser Einkommen abgeführt hat ohne unsere Ausgaben zu kennen, erhalten wir nun eine Steuereuererstattung!

Hier noch 6 weitere Fakten zur Steuererklärung

Wer ist verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben?

Leider kommt nicht jeder in den Genuss einer Steuerentlastung bzw. Einkommensteuererstattung durch das Finanzamt. Daher ist es für einige von uns, welche eine Steuererklärung abgeben müssen bzw. gesetzlich dazu verpflichtet sind, manchmal sehr bitter wenn es doch zu einer Nachzahlung kommt. Wenn wir die Steuererklärung freiwillig machen und nach der Berechnung feststellen, dass eine Nachzahlung droht, sollten wir auf die Abgabe der Unterlagen unbedingt verzichten.

Aber wer bzw, welche Personengruppe ist nun verpflichtet regelmäßig Auskunft über seine Einkünfte zu geben und diese im schlimmsten Falle nach zu versteuern?

An dieser Stelle müssen wir zwischen Arbeitnehmern und Rentnern unterscheiden.

Arbeitnehmer sind zu der Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn sie

  1. Lohnersatzleistungen wie z.B. Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Elterngeld, Krankgengeld oder Aufstockungsbeträge bei Altersteilzeit (mehr als EUR 410 im Jahr) erhalten haben.
  2. Sie mehrere Arbeitgeber gleichzeitig hatten und der ausgezahlte Lohn nicht pauschal versteuer wurde.
  3. Bei einem Ehepaar einer die Steuerklassen III oder V (3 oder 5) gewählt hat und beide Arbeitslohn bezogen haben oder sie sich für Steuerklasse IV mit Faktor entschieden haben.
  4. Sich beim Finanzamt haben Freibeträge (z.B. für Fahrtkosten oder Kinderbetreuungskosten) eintragen lassen und die entsprechenden Einkommensgrenzen überschreiten.
  5. Sie sich haben scheiden lassen und einer (oder beide) im selbigen Jahr neu geheiratet haben
  6. Einkünfte neben Ihrem Arbeitslohn von mehr als 410 Euro im Jahr hatten. (z.B. Vermietung und Verpachtung oder Renten)

Rentner müssen eine Steuerklärung abgeben, wenn der zu besteuernde Anteil der Rente 730 Euro im Monat übersteigt. Weitere Informationen finden Sie auch in diesem Beitrag der VLH.

Zur Erklärung: Renten werden (noch) nicht voll bzw zu 100 % versteuert. In naher Zukunft wird dies aber so sein bzw. die heutige Generation (zwischen 30 + 40 Jahren) darf die Rente voraussichtlich komplett versteuern. Grundlage ist hier das Jahr des Rentenantrittes.

Zur Veranschaulichung nachfolgende Tabelle:

– vor bzw im Jahre 2005 in Rente gegangen -> muss 50 % seiner Rente versteuern
– Renteneintritt ab Jahre 2006 -> 52% der Rente muss versteuert werden
– Renteneintritt ab Jahre 2007 -> 54%
– Renteneintritt ab dem Jahr 2010 -> 60%
– Renteneintritt ab dem Jahr 2014 -> 68%
– Renteneintritt ab dem Jahr 2015 -> 70%
– Renteneintritt ab dem Jahre 2016 –> 72%

– Ab dem Jahr 2040 volle Besteuerung mit 100%

Werde ich an die Abgabe meiner Steuererklärung erinnert?

Theoretisch wird jeder Steuerpflichtige, der zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, auch erinnert. Die Praxis zeigt aber ein anderes Bild bzw. ist dies von Finanzamt zu Finanzamt unterschiedlich. Einige Finanzämter erinnert ganz konsequent jeden Steuerpflichten an die Abgabe seiner Steuererklärung. Andere Ämter wiederum überlegen sich im Vorfeld wahrscheinlich ganz genau, wen sie erinnern. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Steuerpflichtigen, bei welchen eine Nachzahlung an den Fiskus zu erwarten war recht zeitnah eine Erinnerung erhalten haben. Steuerpflichtige, welche in den letzten Jahre vom Finanzamt eine Erstattung erhielten, erhielten auch erstmal keine Erinnerung.

Sollten Sie also „nicht erinnert werden“ – sollten Sie unbedingt die Möglichkeit einer Steuererstattung prüfen lassen.

Wie erstelle ich eine Steuererklärung?

Das „wer muss was wie wo versteuern“ haben wir nun grob umrissen. Aber wie bekomme ich all diese Zahlen, Fakten, Regularien so auf Papier, dass am Ende die für mich größtmöglicher Erstattung bzw. die geringste Belastung auf mich zukommt?

Hier können wir uns verschiedener Möglichkeiten bedienen:

1. Steuererklärung selbst erstellen.

Mittels eines Ausdruckes (Download im Internet) können wir diese in Papierform an das Finanzamt senden. Nachteil hier: Einige Finanzämter erkennen die reine Papierform nicht mehr an. Zudem verbringen Sie mehrere Tage mit dem Ausfüllen der Formulare und es entgehen Ihnen vielleicht einige Steuersparmöglichkeiten wenn Sie sich nicht genau auskennen.

Zum glück gibt viele verschiedenen Steuerprogramme, welche versuchen, uns durch den Steuer-Dschungel zu führen. Das funktioniert meistens schon viel besser als das manuelle Ausfüllen der Formulare. Allerdings gilt auch hier: Wer sich nicht genau auskennt verbringt einige Tage damit sich in die Software einzuarbeiten. Die Praxis zeigt auch: Selbst wenn man alles an der richtigen Stelle korrekt eingegeben hat bleiben leider viele Steuersparmöglichkeiten ungenutzt. Auch hier wird immer noch zu häufig Geld verschenkt und zu viel Zeit aufgewendet.

2. Steuerberater

Hilfe bei Ihrer Steuererklärung bietet Ihnen auch ein Steuerberater. Die Abrechnung für die Erstellung Ihrer Erklärung erfolgt auf Basis der jeweiligen Gebührenordnung. Bei einem mittleren Einkommen zuzüglich 1-2 zusätzlichen Anlagen in Ihrer Steuererklärung, ist man schnell mit 200-600 Euro und mehr dabei. Die einen fühlen sich „fachlicher Beraten“ und stillen ggf. ein Sicherheitsbedürfnis wieder andere wollen ihre erhaltenen Steuererstattung nicht komplett für die Honorar Rechnung eines Steuerberaters einsetzen.

3. Lohnsteuerhilfeverein

Lohnsteuerhilfevereine wurde im Jahre 1962 als Alternative bzw als „Steuerberater des kleinen Mannes“ zugelassen. Der Mitgliedsbeitrag eines Lohnsteuerhilfevereines richtet sich nach dem jeweiligen Einkommen. Wer viel verdient zahlt einen höheren Beitrag, wer weniger verdient, also auch weniger zu versteuern hat, einen niedrigen. Eine Steuerklärung gibt es hier also schon ab 36 Euro.

Da es sich hier um einen jährlichen Mitgliedsbeitrag handelt erhalten Sie zu Ihrer Steuererklärung auch eine steuerliche Beratung für das gesamte Jahr oben drauf. Steuerliche Beratung umfasst hier alles rund um die richtige Steuerklasse, Wohnungsbauprämien, Steuersparmöglichkeiten und vieles vieles mehr.

Lassen Sie Ihre Steuererklärung von uns erstellen und vereinbaren Sie mit uns einen unverbindlichen Beratungstermin.

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